Um zehn Minuten nach acht erreiche ich die Foodbank - die Anlaufstelle für diejenigen hier, die sich keine Lebensmittel aus dem Supermarkt leisten können. Ein bisschen zu spät, aber eins habe ich hier inzwischen gelernt: Die Uhren im Valley ticken langsamer als in der Großstadt. Ich strecke mein Gesicht noch einen Moment länger der Sonne entgegen, die wie fast jeden Tag von einem wolkenlosen Himmel strahlt und so selbst bei Minusgraden erste Frühlingsgefühle in mir weckt.
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“Das ist ja sehr interessant. Wie heißt ihr religiöses Buch nochmal?” fragt die junge Frau den ihr gegenüber sitzenden Mann. Die Antwort aus einer interessanten Mischung aus Deutsch und Englisch kann ich aufgrund des Buslärms nicht richtig verstehen, aber mir wird schnell klar, das sich die beiden Personen über ihre Religionen austauschen.
17. Juli 1519 Ich bekam heute einen Brief von Juan de Aranda. Er ist angeblich ein angesehener Mann. Mein guter Freund Micaele sagte mir, er sei der Faktor der Casa de Contración. Mir sagt das nichts aber es hört sich wichtig an. In dem Brief stand Folgendes:
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Meine kleine Schwester ist 26 Jahre alt und war am letzten Freitag zum ersten Mal in ihrem Leben auf einem Tokio Hotel-Konzert. Vermutlich war dieses erste Mal direkt auch das letzte Mal. Nein, sie ist kein Fan und steht nicht auf kleine Jungs in androgynen Kostümen. weiterlesen »
Als Ana zehn Jahre alt ist, nimmt ihre Großmutter sie beiseite und sagt ihr, dass sie HIV-positiv ist und dass Ana deswegen jeden Morgen und jeden Abend Tabletten schlucken muss. Was HIV oder AIDS ist, weiß Ana nicht.
Aber ihre Großmutter sagte nur: “Ana, das ist ein Geheimnis, das du niemals jemandem verraten darfst. Nicht einmal deiner besten Freundin oder sonstigen Freundinnen. Nie.”
Ana nickte.
