Wenn man Sally Nicholls fragt, was sie in ihrem Leben unbedingt machen möchte, muss sie eine Weile überlegen.
Dann sagt sie einem vielleicht, dass sie als Kind viele Listen geschrieben hat, in denen sie genau diese Dinge notierte und dass ihr größter Traum immer war, eines Tages ein Buch zu veröffentlichen.

Als Sally davon erzählt, scheint sie selbst ein bisschen überrascht darüber zu sein, dass sich ihr Traum schon mit 23 Jahren erfüllt hat, besonders, weil keiner es so richtig erwartet hat.
Ihr erstes Buch Wie man unsterblich wird handelt von Sam, einem elfjährigen Jungen mit Leukämie. Auch Sam schreibt Listen, allerdings keine mit Dingen, die er machen will, wenn er erwachsen ist, sondern mit denen, die er noch tun will, bevor er stirbt.
Als Sally ihren Kommilitonen des Masterstudiengangs „Kreatives Schreiben für Kinder“, ihre Abschlussarbeit Wie man unsterblich wird, vorlas, hörte sie die immer gleiche Kritik: Die Geschichte sei gut, auch gut geschrieben. Aber leider viel zu traurig, als dass sie irgendjemand lesen möchte.
Das gleiche sagte auch Sallys Agentin, die auf sie aufmerksam wurde, weil sie mit dem „traurigen Buch“ den Wettbewerb um die beste Abschlussarbeit aus ihrem Studiengang gewann.
Als sie sich schließlich doch entschloss, Sally zu vertreten, wurde sie nicht enttäuscht: Fünf der zwölf Verlage, an die sie das Manuskript schickte, wollten es veröffentlichen. weiterlesen »