ines

wir sind da - besser spät als nie

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Es ist kaum zu glauben aber wahr - seit heute gibt es ganz offiziell das MeinBlockMagazin zum Mitlesen, Mitdenken, Mitschreiben und überhaupt. Ein Magazin mit literarisch-journalistischem Schwerpunkt. Von Jugendlichen für Jugendliche - oder so ähnlich. Was jetzt noch fehlt sind Massen an großartigen Artikeln, Hintergrundreportagen, Interviews, Kurzgeschichten und Gedichten, die alles übertreffen, was es vorher gab und vorstellbar war. Aber das kommt: wir sind guter Zuversicht. Also: Stifte gezückt, Aufnahmegeräte gespitzt und raus ins wilde Leben - mittendrin statt nur dabei!

katharina

erzähl doch mal… feiern früher

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„Mit 18 hat man noch Träume… und mit 70 geht man immer noch gern auf die Walz!“
Das stand auf der Einladung meiner Großtante Witha, als sie zu ihrem 70. lud.
Witha ist ständig unterwegs, und wenn man sie erreicht, dann ist es meistens gerade ungünstig. Aber ich habe es geschafft.
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nelly

er trug schwarz…

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Aus dem Workshop mit Guy Helminger

Er trug schwarz und hatte das Gesicht einer Kartoffel.
Sie mochte ihn nicht – nein, sie fand ihn unausstehlich; mit dieser Knollennase, den ausdruckslosen hellblauen Augen und den schmierig zurückgegelten Haaren. Aber es musste sein.
Es war still. Keiner atmete.
Langsam, ganz langsam, raffte sie ihr weißes Kleid und machte einen Schritt auf ihn zu. Das Holz unter ihren Füßen knarrte.
Noch ein Schritt und sie wäre bei ihm. Sie hatte schweißnasse Hände.
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malte

ein märchen mal ganz anders - hörbuchrezension

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william goldman - die brautprinzessin - cdSchwertkämpfe. Die ultimative Liebe. Böse Menschen.
… braucht es mehr für ein märchenhaftes Abenteuer der Meisterklasse?

Sie vermissen die typischen Märchen, in denen ein tollkühner Held mit dem Schwert seine Prinzessin aus der Burg befreien will, die von unendlicher Liebe träumt?
Dann habe ich genau das Richtige für Sie!

Die Brautprinzessin
S. Morgensterns klassische Erzählungen
von wahrer Liebe und edlen Abenteuern.
Die Ausgabe der »spannenden Teile«.
Gekürzt und überarbeitet von
W I L L I A M G O L D M A N

»Die Geschichte von einer Geschichte in einer Geschichte – so oder so ähnlich könnte der Untertitel auch lauten«, heißt es auf einer Internetseite über den Roman. Klar, könnte! Aber der lange Untertitel passt zu dem Abenteuer, in dem nicht nur mit einem Sechsfingerdegen, sondern ebenso mit Worten gefochten wird.
Aber was macht so ein richtiges Märchen eigentlich aus?
Bildschöne Frauen? Die ist auch hier vorhanden: Butterblume. Witz? Wenn Sie bei der Geschichte nicht immer lachen, werden Sie es spätestens bei einigen von William Goldmans Zwischenbemerkungen tun. Sie brauchen Spannung? Da ist hier eindeutig genug: Eine Entführung. Ein mordlustiger und bärenstarker Prinz. Duelle. Gift und wilde Tiere. Wenn das mal keine Spannung erzeugt, dann weiß ich es auch nicht … Ein wahrer Held? Sicher gibt es den, aber wer das ist, wird hier nicht verraten. Sie wollen Kämpfe? Gibt’s auch. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Sowohl mit den Fäusten, als auch mit dem Degen und sogar mit dem Kopf. Spannend, rasant und äußerst gefährlich! Selbst wem dann noch die Romantik fehlt kann ich aushelfen: Die Geschichte beinhaltet Liebe, Herzschmerz und große Gefühle.
Also für jeden ist etwas dabei!
Bela B., der Mitglied bei der Punk-Rock Band „Die Ärzte“ ist, beweist hier, dass er nicht nur musikalisch talentiert ist, sondern auch das Vorlesen auf witzige, aber auch ernste Weise beherrscht. Er liest ausschließlich die von William Goldman verfassten Texte.
Jochen Malsheimer liest so hervorragend, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lauschen. Für jeden Charakter hat er eine neue Stimme, spricht schnell, wenn es beim rasanten Fechten zur Sache geht und ist einfühlsam, wenn Butterblume ihrem Wesley die Liebe gesteht. Er liest S. Morgensterns Abenteuer.

Aber Achtung: Wenn Sie den von William Goldman erzählten Prolog hören werden Sie wahrscheinlich denken »Von wegen Märchen!«, aber die Geschichte selbst beginnt erst später. Der Autor erzählt erst selbst, wie er zu S. Morgensterns Buch gelangte. Und auch das sollte man sich nicht entgehen lassen.
Außerdem besteht eine Ich-will-nicht-mehr-aufhören-zu-hören-Sucht Gefahr!!

Malte Legenhasen
Oktober 2007

malte

er trug schwarz…

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Aus dem Workshop mit Guy Helminger

Er trug schwarz und hatte das Gesicht einer Kartoffel. Ein übel riechender Gestank ging von ihm aus, wie von den Kübeln, die die Mägde morgens auf die Straße gossen, und ich musste die Augen zusammen kneifen, um ihn besser erkennen zu können.

Die kantige Form seines Leibes stand in einem grotesken Gegensatz zu den Rundungen des Gesichts. „Sieht ganz schön unheimlich aus, was?“, flüsterte Tom neben mir, die Arme unschlüssig vor der Brust verschränkt.
Die schwarzen Kleider des Fremden verschmolzen mit den Schatten der Kirche, neben der er stand, was ihn noch gruseliger erscheinen ließ.
Ich fuhr erschrocken zusammen, als er plötzlich mit merkwürdig verzerrter Stimme rief: „Kauft sie, kauft die Kartoffeln!“ Und dann kam er schwer keuchend auf uns zu.
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