Wir sagen:
Sommerpause. Was für ein Wort. Sommer, der riecht immer nach Blüten, Limo, See, Röcken und offenen Fenstern. Pause, das ist ein Aufatmen zwischen den Schulstunden, zwischen Zuschnell und Zuviel, eine Pause ist eigentlich ein mickriger Schattenstreif von Ferien. Seit Donnerstag haben wir Sommerpause, Dauerpause, Immerpause, kurz: Ferien.
Zwei so vielversprechende Wörter wie Sommer und Pause zusammenzufügen ist eine fabelhafte Idee, die mich an hochgelegte Barfüße denken lässt. Doch das Wort selbst ist schon gedehnt und hummelweich. Das dunkle O im Sommer mit dem Doppel-m, das den tiefen Vokal so weich auffängt, dann das au in der Pause, das schon beim Aussprechen so lang gezogen werden kann wie sechseinhalb Wochen.
Sommerpause, gerade bei allen Musen, Künsten, Theater- und Literaturhäusern, flüstert: Der Vorhang fällt, Bühne zu, bis der Sonne die Puste ausgeht. Sommerpause. Bitte einmal langsam aussprechen und dann das Schokoeis aus der Truhe holen.
Die anderen Sprachen sagen:
Englisch: summer recess
Französisch: rêlache estival
Spanisch: el calcado en verano
Das Lexikon sagt:
Als Sommerpause bezeichnet man den Zeitraum, in dem sonst feste Termine/Handlungen in der in Europa stattfindenden warmen Jahreszeit pausieren.
Siehe auch: Parlamentarische Sommerpause, Sommerpause in der Kultur
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