Zwischen der Ecke und dem Kreis sitzt ein Augenblick
schaut in die schwarze Leere
Er reckt die Arme
schreit laut, doch seine Stimme wird von der endlosen Weite verschluckt
Ich sehe ihn dort sitzen
unter einer kalten Straßenlaterne
während graue Wolken über ihn da hinziehen
Das Taschentuch in seiner dünnen Hand ist von Tränen getränkt
Und so mache ich mich auf, um ihm zu helfen
Der Augenblick schaut mich aus großen Augen an,
als ich ihm die Hand reiche, um ihm aufzuhelfen
Schüchtern schüttelt er den Kopf
Ich sage, dass ich ihm helfen möchte,
ihn wegführen von der Ecke und dem Kreis
Und der Laterne
Für einen Moment glaube ich den Augenblick lächeln zu sehen
Dann schaut er wieder traurig drein
Nein, erklärt er mir, er kann nicht mit mir gehen, so gerne er auch würde
aber er müsse warten, bis die Zeit vorbeikommt
und ihm eine Sekunde schenkt
Und diese Sekunde, schluchzt er und schnäuzt in sein Taschentuch,
würde ihn dann nach Kapstadt führen
Die Stadt des Genießens und Träumens
Aber auch die Stadt der Gefahren
Die Stadt, wo der Tafelberg sich ins Wasser schmiegt
und die Sonnenstrahlen auf den Wellen glitzern
Also bin ich weiter gegangen
Den weiten Weg zurück
Und noch weiter, bis ich die Ecke und den Kreis und den Augenblick nicht mehr sehen konnte
Die Zeit habe ich nicht getroffen
Kalt.
Eis.
- Sommer.
In meinem Herzen trage ich
Ein Bild von dir
Zusammen mit mir.
Verstecke mich.
In meinen Händen halte ich
Den Abschiedsbrief von dir
Zusammengeknüllt von mir.
Verstecke mich.
Zu meinen Füßen sehe ich
Den Spiegel, zerbrochen von dir
Rot im Blut, von mir.
Verstecke mich.
In meinen Tränen schmecke ich
Die Trauer, verursacht von dir,
Gelitten von mir.
Verstecke mich.
Wir sagen:
Reisefieber, das ist ein undefinierbares aber positives Kribbeln im Bauch und das Verlangen, endlich aufbrechen zu wollen. Auf zu einem unbekannten Ziel oder neuen Ufern. Inklusive Rückfahrschei. Das Reisefieber packt einen wie man selbst die Koffer. Ein Gefühl, das wahrscheinlich jedem von uns allzu gut bekannt ist: Vorfreude vermischt mit etwas Aufregung und Neugier auf das noch Bevorstehende. Wir erwarten eine Zeit voller Freude und Unbeschwertheit, die hilft den Alltag einmal hinter sich zu lassen und das Augenmerk auf die schönen Dinge im Leben zu richten. Aus dem üblichen Alltagstrott auszubrechen und sich von allen Zwängen lösen, das ist für viele Sinn und Zweck einer Reise.
Egal ob mit Auto, Flugzeug oder Zug, mit dem Fahrrad oder zu Fuß, meist streben doch alle nach: Erholung vom Alltagsstress, einem Tapetenwechsel, nach Inspiration für neue Einfälle oder einfach nur Spaß.
Schon das Wort Reise regt unsere Fantasie an, lässt uns an vergangene Urlaubstage und Erlebnisse zurückdenken. An Sonne, Meer, Strand, neue Erfahrungen und Bekanntschaften. Das Fieber bringt hingegen die starke Aufregung zum Ausdruck. Wir können die Abreise nicht mehr länger erwarten und fieber den Verheißungen des Tripps schon wortwörtlich entgegen. Die Sypmptome dieser „Krankheit“ lassen sich nur durch einen unmittelbaren Aufbruch und eine längerfristige Erholung kurieren. Hauptsache, wir bleiben von der gelegentlich auftretenden „Reisekrankheit“ (zum Beispiel Übelkeit bei schwerem Seegang, Brechreiz bei langen Autofahrten) verschont. Oder haben jemanden dabei, der sich liebevoll um uns kümmert. Muss ja nicht unbedingt ein kalter Wadenwickel sein.
Das Lexikon sagt:
Reisefieber, das (ugs.) innere Aufgeregtheit vor Beginn einer Reise
Andere Sprachen sagen:
Englisch: holiday fever
Französisch: fièvre du départ
Spanisch: nerviosismo le/l ante un via
Und was sagts Du?
Wir sagen:
Ingwer - der Hornförmige (nach der Form der Wurzel). Die Ingwerwurzel ist in den letzten Jahren auch in Deutschland immer beliebter geworden, ob im Tee, Essen oder als Halswickel. Und das Getränk Ginger Ale kennen auch sehr viele.
Doch woher kommt Ingwer eigentlich?
Man würde denken aus England, denn dort nennt sich unser Lebkuchen (Pfefferkuchen) „gingerbread“ und echtes „Ginger Ale“ wird dort getrunken. Ingwer steckt heute auch in Duschgels, Shampoos und Lebensmitteln. Sein Pulver, dass man in jeder Apotheke kaufen kann, ist in einen warmen Wickel gut für verspannte Muskeln. Bei Übelkeit im Auto wird heutzutage oft zu den Ingwer-Tabletten gegriffen, deren Bestandteile sehr wirksam gegen Brechreiz sind.
Man sieht: Ingwer hat sich in unsere modernen Nahrungs- und Heilmittel eingeschlichen. Dabei kommt Ingwer ursprünglich aus China und Indien. Eine weite Reise, aus der Ferne bis in unsere Bäuche…
Die anderen Sprachen sagen:
Englisch: ginger
Französisch: gingembre
Spanisch: el jengibre
Das Lexikon sagt:
Ingwer (Ingber, Rhizoma Zingiberis, Radix Zingiberis), der Wurzelstock von Zingiber officinales, einer Pflanze aus der Familie der Seitamineen, ursprünglich in China und Indien heimisch, wird die Pflanze jetzt in vielen tropischen Ländern angebaut, namentlich auch in Westindien und Afrika. Man unterscheidet im Handel schwarzen und weißen Ingwer. Beide stammen von derselben Pflanze, unterscheiden sich nur in der Behandlung. Der schwarze Ingwer ist nicht geschält oder halb geschält und vor dem Trocknen in heißem Wasser abgebrüht, wodurch er eine hornartige Beschaffenheit erhalten hat und eine dunkelgraue bis bräunliche Farbe. Der weiße Ingwer ist geschält, er besitzt eine gelblichweiße Farbe, innen und außen, und ist mehlig im Bruche, nicht hornartig, da diese Sorte nicht gebrüht wird. Die Benutzung des Ingwer als Gewürz und zur Bereitung aromatischer Liköre (Ingwerlikör, braun und weiß) ist bekannt; man stellt auch daraus das ätherische Ingweröl (Oleum Zingiberis) durch die Destillation mit Dampf her, dasselbe ist die Ursache des gewürzhaften Geruchs des Ingwer.
Was sagst du?
Lichtflecken
von irgendwo
aus der Nacht
reflektieren
auf dem Notenständer
Teelichtrauch
macht das Atmen
schwer
hängt noch Lavendel
in der Luft
Am Nachthimmel
kann man
Flugzeuglichter mit
Sternen
verwechseln
und den Mond
mit der Straßenlaterne
