julian

wort der woche - problem

5 Comments »

Wir sagen:

Ein Problem ist - ein Problem eben. Manche kleinen und vollkommen belanglosen Problemchen entwickeln sich im Laufe des Tages zu einem richtig großen Problem. Und manche Probleme lösen sich sprichwörtlich wie von selbst – ohne, dass man etwas dafür tun muss.

Ein einfaches „Wort der Woche“ kann auch zu einem Problem werden, dann, wenn man will, aber sich keine Zeit nimmt. Manche Montage sind ein Problem an und für sich, einfach nur, weil sie ein Montag sind… Die USA haben gerade ein richtig fettes Wirtschaftsproblem, dagegen steht der Montag ziemlich blass da.

Ein Problem haben heißt erst einmal vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe zu stehen, Stress mit anderen Personen zu haben oder unangenehme Angelegenheiten regeln zu müssen. Die Variationen von Problemen sind vielfältig und unterschiedlich schwerwiegend - von mathematischen Problemen, familiären Problemen, Computerproblemen, Beziehungsproblemen bis hin zu psychischen Problemen.

Es gibt eigentlich kein Problem, das es nicht gibt. Für den einen ist etwas ein Problem, das dem anderen total egal ist oder leicht von der Hand geht. Die meisten Probleme sind subjektiv. Jeder Mensch steht im Leben oft vor Entscheidungen vor denen er am liebsten davon laufen würde, doch die meisten Probleme sind lösbar. Ansonsten wären sie keine. Sich entscheiden müssen kann auch ein Problem sein.

Die Lösung von richtig berühmten Problemen, war für die Menschheit mit technischen, wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Veränderungen und Erkenntnissen verbunden. Zum Beispiel „Die Quadratur des Kreises“. Seit der Antike wollten die Menschen aus einem Kreis ein flächengleiches Quadrat herzustellen. 1882 löste Ferdinand von Lindemann das Problem, indem er bewies, dass eine präzise Lösung unmöglich ist.

Es gibt für jede Lösung ein Problem oder so ähnlich…

Die anderen Sprachen sagen:

Englisch: a problem

Spanisch: el problema

Chinesisch: 问号[問號]wènhào [fig.]

Das Wörterbuch sagt:

Problem (griech. die gestellte Aufgabe): Das das Wissen nicht ausreicht, um eine gestellte Aufgabe zu lösen oder einen Zusammenhang zu durchschauen, dessen Verständnis erstrebt wird, daher anknüpfend an Sokrates oft als “Wissen vom Nichtwissen” beschrieben. Es spielt auch in der Mathematik eine zentrale Rolle.

Und was sagst du?

Mehr Wort der Woche? Gibt’s im Archiv.

malte

preise für einen toten?

9 Comments »

Blitzlichtgewitter. Kurze Kleider. Anzüge. Krawatten. Lächeln. Foto hier. Foto da. Auffallen. Jedes Jahr aufs Neue. Und wozu der ganze Wirbel? Schuld ist ein kleiner, nackter Mann, der auf einem Podest steht und von jedem angefasst werden will. Warum? Weil er golden ist und sobald du ihn in deiner Hand hältst, will jeder ein Foto von dir haben, das dann um die ganze Welt geht. weiterlesen »

wassily

wort der woche - demonstration

16 Comments »

Wir sagen:

Bei einer Demonstration beschweren sich bestimmte Personengruppen über eine bestimmte Sache: einen Missstand in der Gesellschaft, einen Krieg, ein bestimmtes Ereignis oder auch einzelne Personen - das haben sie alle gemeinsam, die Demonstrationen. Über die Details gibt es aber viele verschiedene Ansichten. Bestes Beispiel: das letzte Wochenende in Köln.

Bei dem so genannten “Anti-Islamisierungs-Kongress” der “Bürgerbewegung pro Köln” gab es zahlreiche Gegendemos. Bei diesen Veranstaltungen rückten zahlreiche friedliche, aber auch leider einige gewaltsame Demonstranten an. Während das Ziel dieser beiden Gruppen das gleiche war – die Verhinderung des “Anti-Islamisierungs-Kongresses” – wählten die beiden Gruppen verschiedene Wege. Die auch bürgerlich genannte, friedliche Gruppe zog mit Transparenten und Bannern durch die Stadt, um den Kongressteilnehmern ihre Veranstaltung zu erschweren. Die kleine gewaltbereite  Gruppe, deren Anhänger auch Autonome genannt werden, ließ sich auf Schlägereien mit der Polizei ein – eigentlich ziemlich sinnlos, nicht wahr?

Geschichtlich betrachtet spielten Demonstrationen in der Weltpolitik immer schon eine große Rolle: So führten in der damaligen DDR die weitgehend friedlich ablaufenden Montagsdemonstrationen 1989 zum Umsturz des Regimes und trugen so zum Zusammenbruch der Sowjetunion bei. Auch anlässlich des Vietnam-Kriegs in den 1960iger Jahren versammelten sich in den USA mehrere hunderttausend Menschen, um gegen diesen Krieg zu protestieren.

In Deutschland sind friedliche Demonstrationen nach Artikel 8 des Grundgesetzes (Versammlungsfreiheit) grundsätzlich erlaubt. Dieses Recht kann beispielsweise bei verfassungsfeindlichen Inhalten eingeschränkt werden. In vielen Ländern gibt es die Versammlungsfreiheit aber nicht oder wird in der Praxis nicht angewandt – so drohen beispielsweise in China langjährige Haftstrafen, falls man an einer Demonstration teilnimmt oder zu einer solchen aufruft.

Die anderen Sprachen sagen:

Türkisch: gösteri
Japanisch: 示威運動
Russisch: Перевод

Das Wörterbuch sagt:

Demonstration, die; -, -en [wohl unter Einfluss von engl. demonstration < lat. demonstratio, eigentlich = das Hinweisen] Protestkundgebung, -marsch, 1. Massenkundgebung: gegen den Krieg, für freie Wahlen […] 2. sichtbarer Ausdruck einer bestimten Absicht, eindringliche, nachdrückliche Bekundung: die Parade war eine D. militärischer Stärke […] 3. anschauliche Darlegung, Beweisführung, Veranschaulichung an Beispielen o.Ä.: Unterricht mit prakt. Demonstration […]
aus: DUDEN Universalwörterbuch, DUDEN-Verlag 2001

Und was sagst du?

Mehr Wort der Woche? Gibt’s im Archiv.

ines

Rats [engl.]

3 Comments »

david fermer - ratsPlural für das deutsche Wort Ratten und der neue Thriller von David Fermer

Was sagt das Lexikon?

Ratten [Pl.], weltweit verbreitete Nagetiere, die ursprünglich aus Asien stammen. Ratten sind äußerst anpassungsfähig und intelligent. Bei uns sind die etwa 20 cm große Hausratte und die Wanderratte heimisch. Die Hausratte hält sich gern in Menschennähe (besonders auf Dachböden) auf, während die Wanderratte bevorzugt im Kanalisationssystem oder – in menschlichen Siedlungen – auch im Keller anzutreffen ist. Beide Arten leben sehr gesellig. Die Wanderratte wird in der medizinischen Forschung häufig als Versuchstier verwendet. Ratten sind Krankheitsüberträger (Salmonellen, Pest) und Vorratsschädlinge.
weiterlesen »

sonja

das meer des himmels

ein kommentar »

Ein blauer Himmel
unendlich weit und tief.
Ganz unberührt
und einfach nur blau.

Ein Meer über den Dächern der Stadt.
Über den Köpfen der Menschen,
ohne Strände und ohne Wellen.
Ein Meer so unerreichbar weit weg.

Die Fische des Meeres
ziehen sachte im Gleitflug ihre Kreise,
und schauen auf uns herunter.

Ich schaue hoch in die Weite,
tauche ein in das friedliche Blau.
Und schon ist der Moment wieder vorbei.

keep looking »