ines

oh du fröhliche!

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Lust zu schreiben, aber keine Idee?

MeinBlock und das Junge Literaturhaus suchen eine ganz besondere und etwas andere Weihnachtsgeschichte. Die Form ist frei wählbar: ob Prosa oder Lyrik ist egal. Der Text sollte in sich abgeschlossen und vorgelesen nicht länger als 10 Minuten sein.

Einsendeschluss ist der 20.11.2008.

Die Texte könnt ihr an mich mailen – Bettina Fischer, Geschäftsführerin des Literaturhauses, Thorsten, Anne, Tanja und ich sind die Jury.

Wofür das Ganze?

Am 13.12.2008 um 17.00 Uhr lest ihr eure Texte beim Weihnachtsmarkt im Stadtgarten in Köln (www.weihnachtsmarkt-stadtgarten.de) im Literaturzelt vor. Klar, dass sie auch im Magazin veröffentlicht werden. Außerdem winkt Lesestoff in jeder Form.

oh du fröhliche!

janni

die wilde reise der vier wanderer

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… oder: Umfrage in Köln

Wir wurden hinaus in die Kälte geschickt.

Ausgerüstet nur mit einem Block, einem Stift und unserem Gehirn, was uns dabei helfen sollte unschuldige Mitbürger zur Teilnahme an einer Umfrage zu motivieren. Das war unser Auftrag. Umfrage. Also wanderten wir durch die dunklen Seitengässchen, bis wir an einer halbwegs großen Straße ankamen.

Nachdem wir die Frage besprochen hatten (Was fällt ihnen spontan zum Wort Jugendgewalt ein?) stürzte sich Florian, einer unser unermüdlichsten Mitstreiter, sofort auf die umherlaufenden Passanten und fing an sie auszufragen.
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sonja

die konsequenz von krieg ist chaos

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peacefahneWenn sich Schüler im Geschichtsunterricht den Kopf über einen unverständlichen Text zerbrechen, stellen sie sich oft die Frage: Was soll das eigentlich alles?

30-jähriger Krieg. Ein gutes Beispiel.

Über den 30-jährigen Krieg sollten wir generell schon Bescheid wissen. Gehört zur Allgemeinbildung. Aber müssen wir denn jedes Detail kennen? Da fallen Namen wie Albrecht von Wallenstein, Feldherr Johann Tserclaes Tilly, Gustav Adolf, Ferdinand und so weiter. Dazu kommen tausend Schauplätze und ein Wechsel von Siegen und Niederlagen. Und das ist noch längst nicht alles. weiterlesen »

malte

wort der woche - platzdieb

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Wir sagen:

Ich kenne sie genau, denn sie begegnen mir jeden Morgen. Ihre Taktik: Sie verkleiden sich nicht und malen sich das Gesicht auch nicht schwarz an, sondern sind ganz sie selbst. Andernfalls würden sie ja auch sofort auffallen. Hungrig auf Ärger stehen sie in der Bahn, warten bis die Bahn quietschend in die nächste Station einfährt, sich die Türen öffnen und Menschen sich von ihren Plätzen erheben. Blitzschnell reagieren sie, hüpfen und quetschen sich durch die Bahn und lassen sich auf der Sitzmöglichkeit nieder, ehe die Menschen, die viel näher am Stuhl stehen, hätten reagieren können.
„Platzdieb“ setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Das Anfangswort „Platz“ platzt auf der Zunge wie die Wut in mir, wenn der Stuhl vor meiner Nase grade beschlagnahmt wurde. Das zweite Wort „Dieb“ wird im Mund lang gezogen und verleiht dem Wort der Woche einen weichen Klang, den es eigentlich nicht verdient hat.
Eigentlich bin ich ein höflicher Mensch, wenn es ums Bahnfahren geht, ich stehe gerne auf für ältere Menschen oder Mütter mit Kindern. Aber morgens, wenn es in der Bahn unerträglich eng und heiß ist, alle auf dem Weg zur Arbeit und in die Schule sind und gequetscht, gedrängelt und geflucht wird, da kenne auch ich kein Pardon. Denn schließlich muss ich eine halbe Stunde fahren, bis zur Endstation. Dazu kommt, dass es viel zu früh ist und draußen noch dunkel. Ich bin müde und habe keine Lust auf Hektik und viele Menschen. Wenn es da einen freien Platz gibt, freue ich mich auch, wenn ich ihn bekomme.
Und so muss ich mit Erschrecken feststellen, dass ich vielleicht selbst einer von denen bin, über die ich mich morgens manchmal aufrege. Möglicherweise bin ich ja selbst ein Platzdieb geworden.

Die anderen Sprachen sagen:

Englisch: seatstealer

Italienisch: posto a sedere ladro

Das Lexikon sagt:

Diebstahl, vorsätzliches Entwenden einer fremden beweglichen Sache, um sie sich rechtswidrig anzueignen. Diebstahl wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, in schweren Fällen (z.B. Einbruchdiebstahl, mit Waffen) bis zu zehn Jahren bestraft.

Und was sagt ihr?

julia

wort der woche - kastanie

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Wir sagen:

Kastanien, große, schöne, blütenprächtige Bäume, die uns in den warmen Sommermonaten stets Schatten und Sauerstoff spenden. An der Erhabenheit und Schönheit dieser Bäume erfreuen sich viele Menschen, ob in Grünanlagen, Parks, Alleen oder auch Wäldern.

Klein, braun, der Nuss sehr ähnlich, umhüllt von einer dickwandigen grün-weiß stacheligen Kapsel, so kennen und lieben wir die Kastanie. Nach ihrer Reife im Herbst fällt sie vom Baum, um so von Eichhörnchen oder anderen Tieren verzehrt zu werden.

Dann ist für uns die Zeit zum Rösten der Kastanien gekommen, die mit ihrem Duft und dem vertrauten Knistern im Ofen die Menschen schon von weit her anlocken. Für uns Menschen sind jedoch nur Edelkastanien, auch als Maronen bekannt, essbar. Obwohl die Rosskastanien für uns Menschen ungenießbar sind, so lacht doch jedes Kinderherz, wenn viele der schön braun glänzenden Kastanien gesammelt werden können und geradezu zum Basteln einladen.

Ein jahreszeitlicher Wechsel steht bevor, der das Ende des Sommers ankündigt und den Übergang zum Winter andeutet. In dieser Zeit erscheinen auch die fingerförmigen Blätter des Kastanienbaums in voller Pracht – und tragen alle erdenklichen Herbst- und Bodenfarben, von gelb und orange, über ocker bis hin zu rot. Ein Farbenspiel der besonderen Art, das den Jahreszeitenwechsel unverwechselbar macht.

Spätestens dann ist auch jedem Wintermuffel klar: Der Herbst steht kurz bevor und öffnet die Türen für die bevorstehende kalte Jahreszeit. Für viele auch ein Grund der Vorfreude auf die kommenden schönen Ereignisse, die jeden einmal aus dem tristen Alltag in die schöne vorweihnachtliche Zeit entführt.   

Andere Sprachen sagen: 

Englisch: chestnut, chestnut tree

Französisch: la châtaigne, le chataignier

Spanisch: castana, castano  

Das Lexikon sagt:

Kastanie [von griechisch kastanon „Kastanienbaum“], Botanik: 1) Castanea, Gattung der Buchengewächse mit zwölf Arten in der gemäßigten Zone; bekannteste Art Edelkastanie; 2) allgemeine Bezeichnung für die Arten der Rosskastanie, der Edelkastanie, sowie deren Früchte.

Brockhaus

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