antonia

ich

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Ich atme. Ich laufe, ich rede, ich schweige. Ich lege meine Hände ineinander. Wenn es Abend oder Nacht ist und ich schlafen will, schließe ich die Augen und rolle mich zusammen wie ein kleines Kind. Ich habe mal gelesen, dass man das tut, wenn man eine schöne Kindheit hatte.
Ich schweige. Manchmal weine ich auch. Und manchmal schweige ich, obwohl ich mir wünsche, zu schreien. Ich wünsche mir zu schreien und zu weinen. Und schweige.
Ich atme (das habe ich schon gesagt) und deshalb weiß ich, dass ich lebe.
Ich atme, also lebe ich. Ich blinzle, also sehe ich. Ich schlafe, also schaffe ich. Ich weine, also liebe ich. Ich lege meine Hände in deine.
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malte

wort der woche - elementarteilchen

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Wir sagen:

Elementarteilchen.
Siebzehn Buchstaben.
Ein ganz schön langes Wort.
Dafür aber eine ganz schön kleine Sache.

Ist das gerecht?
Das Klo beispielsweise müsste sich doch hier ziemlich verarscht vorkommen.
Es hat nur drei Buchstaben – ist aber viel bekannter und auch größer! Schließlich brauchen wir es alle täglich.

Egal jetzt. Zurück zum Elementarteilchen.
Denn es ist schließlich das Wort dieser Woche.
Es purzelt auf der Zunge, wenn man es ausspricht.
Das Teilchen rutscht über die Lippen und ist gesagt.
Klingt irgendwie lustig.
Nach etwas gepunktetem, rotem, blauem, grünem, dass im Zirkus verwendet wird.
Irgendwie so was.

Aber was ist denn ein Elementarteilchen?
Also, fest steht: Es ist klein. Ganz klein.
Es ist nämlich der kleinste Baustein aller Materie.
Auch „Fundamentalteilchen“ genannt.
Aber das purzelt nicht so schön im Mund.

Und wenn man recht darüber nachdenkt, dann hat es seine siebzehn Buchstaben schon verdient.
Jeden einzelnen.
Denn ohne die Elementarteilchen gäbe es nichts.
Gar nicht.
Auch kein Klo.

Die anderen Sprachen sagen:

Italienisch: particella elementare
Französisch: particule élémentaire
Englisch: elementary particle

Das Lexikon sagt:

Elementarteilchen, die kleinsten in der Natur auftretenden materiellen Teilchen, die mit experimentellen Mitteln nicht weiter zerlegbar sind, sich aber ineinander umwandeln können. Zur Zeit sind weit über 200 von ihnen bekannt. Die wichtigsten von ihnen sind Protonen, Neutronen und Elektronen, aus denen die Atome aufgebaut sind.

Und was sagst du?

Mehr Wort der Woche? Gibt’s im Archiv.

franca

bilder bücher burg

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Bilderbücher - ist das nicht nur was für die ganz Kleinen? Der erste Eindruck beim Betreten des Bilderbuchmuseums in der Burg Wissem in Troisdorf scheint diese Annahme zu bestätigen. Überall wuselt es von vor Freude jauchzenden kleinen Gestalten, die sich als märchenhaft anmutende Prinzessinnen und Ritter verkleidet haben, getreu dem Motto der Spiel- und Familienausstellung „Prinzessin Burgenfein und ihre Ritter“.bilderbuchmuseum troisdorf

Neben den Kindern drängen sich in der kleinen Eingangshalle die Eltern. Während die einen freundlich miteinander plaudern, versuchen die anderen gestresst, den Überblick in dem bunten Durcheinander zu bewahren.
Das wiederum ist gar nicht so leicht, gibt es doch für die kleinen Prinzessinnen und Ritter so viel zu entdecken. Zumindest im Erdgeschoss. Denn dort befindet sich der weitläufige Aktionsraum, in dem nach Herzenslust gespielt, verkleidet, getobt und gebastelt werden darf. Ausnahmsweise.
Denn auch im Schloss der Prinzessin können die Kinder nicht immer machen, was sie wollen. Darauf weisen die höfischen „Benimmregeln“ hin, worunter auch das Ausziehen der mehr oder weniger dreckigen Straßenschuhe fällt. weiterlesen »

sonja

das ende des kerzenscheins

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Er lächelt. Das Kerzenlicht lässt sein Gesicht viel weicher erscheinen, faszinierender als bei Tag.

Echt. Sanft. Aufrichtig. Die Bewegungen seines Oberkörpers erzeugen ein Schattenspiel um Augen und Mund, das sein Strahlen betont. Sie kann ihren Blick nur schwer von ihm lösen. Sieht wieder hin. Und weg …

Ein Anflug von Röte ist auf ihren Wangen zu erkennen. Sie kann ihn ja nicht ewig anstarren. Das geht einfach nicht.
Seine Augen haben einen weichen, zärtlichen Ausdruck. Findet sie.

Er lehnt sich vor und wieder zurück. Redet angeregt mit seinem Tischnachbarn und gestikuliert dabei mit den Händen. Sein weißes Hemd sticht selbstbewusst aus dem Dämmerlicht hervor und lässt seine Haut angenehm gebräunt erscheinen.

Unter dem Hemd verbirgt sich sein Oberkörper - schlank, aber muskulös.
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wassily

wort der woche - perlenflasche

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Wir sagen:
„Perlenflasche? Was bitte ist denn eine Perlenflasche? Wahrscheinlich ein hochexquisites Designerstück!”, könnte manch einer sagen, der den Begriff nicht kennt. Doch die Perlenflasche, auch Normbrunnenflasche aus Glas genannt, kennt eigentlich jeder. Wer schon einmal einen gut sortierten Getränke- oder Supermarkt aufgesucht hat, kennt die braunen Kästen, gefüllt mit zwölf Glasflaschen. “Und was ist an diesen Flaschen so toll?”, fragt der Nicht-Perlenflaschenkenner dann als nächstes.

Zunächst eigentlich gar nichts, doch die so unscheinbare Normbrunnenflasche hat einen interessanteren Hintergrund, als man denkt:

wort der woche - perlenflasche1971 kamen die ersten Perlenflaschen auf den Markt, es gibt sie also seit fast vierzig Jahren. Zuvor wurde Mineralwasser meistens in Ton- oder Glasflaschen mit Bügelverschluss (die heute noch manch eine Bierflasche besitzt) abgefüllt. Jeder Mineralbrunnen hatte sein eigenes Flaschenmodell - was auf Dauer ziemlich unpraktisch war. Also beschloss die “Genossenschaft deutscher Brunnen” (GDB), der Dachverband der 271 deutschen Mineralwasserproduzenten, ein einheitliches Flaschenmodell entwickeln zu lassen. Die daraus entstandene Perlenflasche wurde von dem Industriedesigner Günter Kupetz entworfen und erhielt im Jahre 1982 den Designpreis “Gute Form” des deutschen Bundespräsidenten.

Der Name Perlenflasche stammt daher, dass die Flaschen im oberen Teil 230 perlenartige Noppen besitzen, die an die im Mineralwasser enthaltenen Perlen erinnern sollen.

Bis heute wurden bereits über 5 Milliarden solcher Flaschen produziert, die im Übrigen als besonders umweltfreundlich gelten, aus zwei Gründen:

1. Normbrunnenflaschen werden etwa fünfzig Mal wieder verwendet (wie oft die einzelnen Flaschen bereits verwendet wurden, kann man an zwei matten Rändern erkennen, die ober- und unterhalb des Etiketts sitzen: je breiter, desto älter) und sind somit um einiges umweltfreundlicher als Einwegflaschen, die - wie der Name schon erahnen lässt - nach dem Gebrauch entsorgt werden.

2. Der Stoff, aus denen Perlenflaschen bestehen, ist Glas - sehr gut recycelbar und im Gegensatz zur beliebten Plastikflasche nicht aus Rohöl produziert.

Allerdings lässt der Trend zum Plastik auch die Genossenschaft deutscher Brunnen nicht kalt: Ende der 1990er Jahre wurden, in einem ähnlichen Design wie die klassische Perlenflasche, Modelle aus Plastik entwickelt, die aber im Vergleich zu den Einwegflaschen, die es z.B. bei Aldi gibt, fünfzehn bis fünfundzwanzig Mal wiederverwendet werden.

Die Perlenflasche - mehr als eine Flasche mit Perlen, sondern ein richtiges Original. Und irgendwie doch auch ein Designstück.

“Krass, die Perlenflasche - ich guck nächstes Mal im Supermarkt!”

Na dann, mach mal.

Das Lexikon sagt:

Die Normbrunnenflasche für Mineralwasser oder Brunneneinheitsflasche (umgangssprachlich Perlenflasche) ist eine 0,7-Liter-Mehrwegflasche aus Klarglas mit Schraubverschluss für kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Limonade und ähnliches, die 1971 in Deutschland eingeführt wurde. Grund war, den Anbietern solcher Getränke bundesweit ein standardisiertes Vertriebssystem zu ermöglichen und damit auch gegen die Konkurrenz der Coca-Cola Company, die damals verstärkt auf den deutschen Markt drängte, bestehen zu können. Charakteristisch für die Form ist die Einschnürung in der Mitte, die einen sicheren Griff ermöglicht, ergänzt um darüber liegende 230 Noppen, die einerseits die Griffsicherheit zusätzlich erhöhen und andererseits das Sprudeln des Inhalts beim Öffnen darstellen sollen. In der Einschnürung steht umlaufend in Reliefschrift „Deutscher Brunnen“ und – umgeben von zwei Logos mit der Aufschrift „GDB“ für Genossenschaft deutscher Brunnen  – „Leihflasche“. Der darunterliegende, zylindrische Teil der Flasche, der für das Etikett bestimmt ist, wird oben und unten von zwei kaum wahrnehmbaren Wulsten begrenzt, die die Oberfläche der Flaschen und die Etiketten während des automatischen Befüllens und Reinigens sowie beim Transport schützen; gleichzeitig dienen sie als ungefährer Indikator dafür, wie oft eine Flasche wiederverwendet wurde.

(wikipedia.de)

Die anderen Sprachen sagen:

Englisch: Pearled bottle

Französisch: bouteille de la perle (frei übersetzt)

Niederländisch: Parelfles (frei übersetzt)

Und was sagst du?

Mehr Wort der Woche? Gibt’s im Archiv.

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