helena

wort der woche - broccoli

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wort der woche - broccoliWir sagen:

Die Röschen im Topf und ein Knurren im Magen. Broccoli klingt für mich nach Kindheit. Bis heute ist Broccoliauflauf eines meiner Lieblingsgerichte, als Kind habe ich das mehrmals pro Woche gegessen. Wenn ich Broccoli sehe, muss ich lächeln. So schön sieht er aus mit seinem langen Stiel und dem dunkelgrünen Kopf, ein bisschen wie ein Blumenstrauß. Gesund ist er auch: Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Zink, Natrium und Vitamine wie B1, B2, B6, E, Vitamin C und Provitamin A. Seinen kleinen Bruder Blumenkohl mag ich gar nicht. Für mich kann es nur einen geben - Broccoli.

Dieses Wort der Woche soll aufrufen, dass Lieblingsgericht seiner Kindheit mal wieder zu kochen. Mal wieder was Gesundes zu essen. Und es ist eine Hommage an ein Gemüse. Denn Gemüse schenken wir doch in Zeiten von „to go“ und „fast food“ viel zu wenig Beachtung. Würden die vielen übergewichtigen Kinder Deutschlands alle mehr Broccoli essen; es ginge ihnen besser. Und zu Not kann man ihn auch als prima Blumenstrauß zweckentfremden.

Die anderen Sprachen sagen:

französisch: le brocoli

spanisch: bróculi

chinesisch: 硬花甘蓝

Das Lexikon sagt:

Bro|kkoli [italienisch] Plural, auch der, Bro|ccoli, Spargelkohl, mit dem Blumenkohl verwandte Varietät des Gemüsekohls mit zahlreichen Formen; der meist grüne Blütenstand wird im frühen Knospenstadium herausgeschnitten und wie Spargel zubereitet.

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Mehr Wort der Woche? Gibt’s im Archiv.

wassily

ein fast normaler dienstag

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Schade, keine Käse-Laugenstange mehr vorrätig in der kleinen Bäckerei neben dem Kölner Stadtarchiv. Es ist Dienstag, der 3. März, ich habe Mittagspause. Gehe ich weiter, noch zu BackWerk? Nein, zu spät. BillyBack muss aushelfen.
Auf dem Rückweg wieder vorbei an der Bäckerei direkt neben dem Gebäude des historischen Archivs. Aha,  es schließt wegen einer Sitzung des Kulturausschusses heute schon früher. Und dieses Garagentor ist mir auch noch nie aufgefallen - ich wusste gar nicht, dass das Archiv eines hat. Es ist geöffnet und ein Transporter wird gerade entladen.
Fast an der Kaiserin-Augusta-Schule angekommen, treffe ich meinen rauchenden Klassenlehrer. „Wasserl!“, sagt er und lacht sich halb tot.

In der Schule: Amnesty-Treffen. Mit einer Person: mir, „Wasserl“. Soll ich nach Hause fahren? Doch da kommen doch noch ein paar Amnesty-Mitglieder und die Betreuungslehrerin der Gruppe. Sie fängt an, ein Planspiel zum Thema „Bananenhandel“ vorzustellen, dass wir in einer siebten Klasse durchführen wollen. Auf einmal läuft der Schulleiter umher und spricht von einer Rohrexplosion. Bei einem Blick aus dem Fenster sehen wir eine alles vernebelnde Staubwolke. Es ist kurz nach 14 Uhr. weiterlesen »

katharina

lernen von keksen

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lernen von keksenDieser Butterkeks schmeckt nach Honig, obwohl er nicht einmal Karamell enthält.

Karamell kann nur deshalb in den Verdacht kommen, eine Süßigkeit zu sein, seit der Zucker sich in der Hitze von gesättigten Fetten zu einer Aggregatzustandsveränderung verführen ließ und feststellte, dass manche Bindungen leichtfertig eingegangen werden können, doch sich schon nach kurzer Zeit eine Symbiose vollog, die sich nur bei einem Verzehr unterhalb des Verfallsdatum in einem Darmtrakt gewissermaßen reversibel wurde.

Eine Rückkehr zur alten Existenzform ist nicht mehr möglich.

kerstin

wort der woche - frühlingsanfang

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Wir sagen:

Es regnet. Und nieselt. Und die Sonne scheint.
Es wird wärmer, kälter, angenehm, unangenehm.
Es ist März. Und diese Woche beginnt der Frühling. Genau genommen am Freitag, Freitag der 20. März, der 12. Freitag in diesem Jahr.
wort der woche - frühlingsanfangAber eigentlich brauchen wir gar nicht das kleine Wörtchen im Kalender: Frühlingsanfang. Denn schon seit Tagen spüren wir ihn jeden Moment näher kommen. Schon eine ganze Weile sind die Schneeglöckchen im Garten unübersehbar, wie sie ihren weißen Kopf als Erste in die Kälte halten. Und die Vögel begrüßen uns morgens, wenn wir weiße Wölkchen in die Luft hauchen.
Ich mag den Frühling. Er lässt alles wieder aufleben und zeigt, dass die Kälte bald vorbei ist. Endlich. Bis zum Sommeranfang sind es ab diesem Freitag nur noch 93 Tage, nur noch 2232 Stunden, nur noch 133 920 Minuten, und 8 035 200 Sekunden ticken ganz schnell vorbei. Bald kann man wieder mit dem Fahrrad fahren, ohne, dass einem die Finger gefrieren, oder Tränen die Wangen herablaufen. Bald kann man wieder ins Freibad gehen, oder, wenn es einem dort zu laut ist, zum See fahren. Man muss sich bald nicht mehr in dicken Klamotten verstecken.
Das alles verbirgt sich für mich in dem Wort Frühling, der ja jetzt bald anfängt. Und dort steckt schon „früh“ drin, aber ich kann es kaum mehr erwarten. Dafür verzeihe ich dem Frühling auch den Regen, der zu dieser Jahreszeit viel zu oft aus den Wolken fällt.

Die anderen Sprachen sagen:

Englisch: beginning of spring (oder wer es gerne etwas eleganter sagen möchte: first point of Aries)
Französich: début du printemps
Spanisch: comienzo de la primavera

Das Lexikon sagt:

Der Frühlingsbeginn, also der Anfang der Jahreszeit Frühling, kann entweder astronomisch, meteorologisch oder phänologisch (nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen) bestimmt werden.

Astronomisch wird er durch das Äquinoktium festgelegt. Dieser Zeitpunkt variiert und fällt, abhängig unter anderem vom Abstand zum letzten Schaltjahr, auf der Nordhalbkugel auf den 20. oder 21., selten auch auf den 19. März.
Meteorologisch liegt der Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel der Erde am Monatsanfang, am 1. März. Der meteorologische Frühlingsbeginn wurde von der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization - WMO), einer Unterorganisation der UN, festgelegt. So werden jeweils 3 Monate den Jahreszeiten zugeordnet. Dezember, Januar und Februar sind die Wintermonate, der Frühling umfasst - meteorologisch gesehen - die Monate März, April und Mai. Auf diese Weise können Statistiken (wie etwa Monatsmittelwerte) und Klimavergleiche leichter erstellt und verglichen werden.
Phänologisch teilt sich der Frühling in Mitteleuropa in drei Phasen:
* Vorfrühling: Vom Blühbeginn der Schneeglöckchen und der Haselnuss, bis die Salweidenkätzchen pollengelb sind.
* Erstfrühling: Vom Blühbeginn der Forsythie und Laubaustrieb der Stachelbeere bis zum Blühbeginn der Birnbäume.
* Vollfrühling: Vom Blühbeginn der Apfelbäume und des Flieders bis zum Blühbeginn der Ebereschen und des Wiesenfuchsschwanzes.

(wikipedia.de)

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franca

wort der woche - carbon footprint

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Wir sagen:

Carbon footprint - klingt nach einem neuen Modewort?
In der Tat hat dieses Wort im Rahmen von Globalisierung, Erderwärmung und Klimakatastrophe gerade Hochkonjunktur. Übersetzt heißt es so viel wie „Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck“.  Damit ist der gesamte Kohlenstoffdioxid-Ausstoß gemeint, den eine Person, ein Unternehmen, ein Produkt, ein Event oder auch eine ganze Nation ausstößt.

wort der woche - carbon footprintKurz gesagt: Alles, was auf der Erde in irgendeiner Weise Kohlenstoffdioxid produziert, verbraucht und dann in die Atmosphäre schleudert, hinterlässt einen Fußabdruck auf der Erde. Und der kann mitunter ganz schön riesig sein: In Deutschland verbraucht ein Haushalt pro Jahr durchschnittlich 13,27 t Kohlenstoffdioxid, in den USA sind es sogar 20 t! Heute kann niemand mehr leugnen, dass der durch menschliche Aktivitäten extrem gestiegene Ausstoß von Kohlenstoffdioxid eine große Mitschuld am Klimawandel trägt.

Dabei ist der carbon footprint aber nur einer von vielen Übeltätern, die alle zusammen den großen Klimakiller ergeben: den ökologischen Fußabdruck. Der Mensch verbraucht riesige Mengen an natürlichen Rohstoffen, z.B. zum Essen, Wohnen, Reisen, etc. Die Natur liefert uns aber nicht nur die nötigen Rohstoffe, sondern dient uns auch als Müllverarbeitungsanlage. So sind es die Wälder, die das vom Menschen ausgestoßene Kohlenstoffdioxid binden und damit verhindern, dass zu viel davon in die Atmosphäre gelangt. Unser Planet ist aber nicht unendlich groß und irgendwann wird seine Biokapazität - also die Fähigkeit Rohstoffe aufzubauen und Schadstoffe abzubauen - erschöpft sein. Und dann? Wohin dann mit den Menschen? Noch gibt es keine zweite Erde, auf die wir übersiedeln können, nachdem wir die erste lebensunfähig gemacht haben.Um es jetzt einmal klar zu sagen: Wir müssen etwas tun! Und das fängt schon im Kleinen an: keine überheizten Zimmer, Elektrogeräte komplett ausschalten, Fahrgemeinschaften bilden, öffentliche Verkehrsmittel benutzen, mit dem Fahrrad fahren, regionale Produkte kaufen, …

Das hört sich natürlicher alles einfacher an als es ist. Niemand kann seine Lebensweise von heute auf morgen komplett auf den Kopf stellen und zum ökologischen Superstar werden.

Aber ein Anfang ist gemacht, und dann kriegen wir das schon hin, mit unserer schönen Erde!

Die anderen Sprachen sagen:

deutsch: CO2-Fußabdruck, CO2-Bilanz

portugiesisch: pegada de carbono

russisch: углеродный след
Das Lexikon (www.carbonfootprint.com) sagt:

A carbon footprint is a measure of the impact our activities have on the environment, and in particular climate change. It relates to the amount of greenhouse gases produced in our day-to-day lives through burning fossil fuels for electricity, heating and transportation etc.
The carbon footprint is a measurement of all greenhouse gases we individually produce and has units of tonnes (or kg) of carbon dioxide equivalent.

Weitere Infos:
Passt dein Fuß auf diese Erde? Der persönliche Fußabdruckberechner auf www.latschlatsch.de.
Und was sagst du?

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