Es ist ganz merkwürdig. So merkwürdig, dass mir gar nichts dazu einfällt. Mir fehlen die Worte um diese Seltsamkeit zu beschreiben.
Sie ist einfach da.
Und das Gefühl auch. Das Gefühl, das keinen Namen hat. Es ist beklemmend, es macht vielleicht auch etwas ängstlich. Unsicher. Aber merkwürdig ist es auf jeden Fall.
Irgendwie will ich hier raus. Einfach schnell weg und dann mit einem Strauch die Spur verwischen. Oder warten, bis der Regen kommt. Es schneit. Weißweiche Flocken rieseln aus der Wolkendecke, die frostig blickt. Sie beschützen meine Fußspuren, die sie bedecken, verdecken, verstecken.
Vielleicht wage ich mich im Sommer aus meinem Versteck, meiner Höhle, in der Gefesselte Schatten sehen. Vielleicht folge ich der Schneespur auf glühenden Kohlen zu dem Gefühl, das keinen Namen hat. Aber auf jeden Fall merkwürdig ist.
Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht bleibe ich hier, beobachte, wie Schatten an den Wänden tanzen, und frage mich, warum ich die Sonne nicht sehen will.
Weil das Gefühl ganz merkwürdig ist. Irgendwie unangenehm, irgendwie beklemmend, und ängstlich bin ich erst recht. Merkwürdig.
