Wir sagen:
Neidhammel. Keine gute Kombi. Da ist zunächst mal der erste Teil des Wortes: Neid. Giftiggrün. Fies. Kriegt man Magengeschwüre von. Und ein ganz schlechtes Karma.
Denken wir nur an Tonya Harding, die Eishexe. Weil sie ihrer Konkurrentin Nancy Kerrigan den Erfolg nicht gönnte, ließ sie ihr mit einer Eisenstange aufs Knie schlagen. Ganz übel. Und was hatte Tonya davon? Ausgebuht bei den Olympischen Spielen, heute verdient sie ihr Geld als Boxerin und beim Catchen. Nein, Neid macht nicht glücklich.
Dann kommt der Hammel. Der Hammel ist der Gegenentwurf zum Schaf, seiner Frau. Das Schaf ist ein bisschen schlicht gestrickt, aber dafür ist es freundlich, es kaut Grashalme und schaut den Wolken hinterher.
Der Hammel dagegen will immer mit dem Kopf durch die Wand (oder zumindest gegen einen anderen Hammelkopf). Wahrscheinlich gibt es deshalb auch den Streithammel. Mit Hammeln scheint einfach nicht gut Kirschen essen zu sein, bzw. Rasen zu mümmeln.
Wenn jetzt der giftige Neid mit dem bockigen Hammel zusammenkommt, kann man nur das Schlimmste befürchten. Einer, der dem anderen nix gönnt – und dann seinen eigenen Vorteil auch noch mit der ganzen Wucht seines Gehörns durchboxen will.
Vielleicht ist das Wort auch ein Hinweis darauf, dass nicht nur Eigenlob stinkt, sondern auch Neid. Schließlich sind Hammel nicht gerade für ihren verlockenden Körpergeruch bekannt.
Fest steht aber: Stinkig oder nicht – Neidhammel sind einsam…

Die anderen Sprachen sagen:
Englisch: dog in the manger
Spanisch: el envidioso
Französisch: personne envieuse
Das Lexikon sagt:
Leider nicht viel. Wikipedia weist immerhin darauf hin, dass der Neidhammel Thema der antiken Witzesammlung Philogelos ist.
Und was sagst du?
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