In drei Wochen sind Sommerferien. Eine Woche Tenniscamp, drei Wochen Schottland, zwei Wochen Ostsee.
Meine Mutter und ich bereiten uns auf Schottland vor - Camping. Zeltausrüstung, Kocher, Gas, Töpfe, Besteck. Jetzt fehlt uns nur noch Essen.
Was wir wollen: Fertige Mahlzeiten, billig, nahrhaft.
Wir haben mal bei Globetrotter für einen Campingausflug einen Elcheintopf in der Tüte gekauft: Elch, Beeren und fertige braune Soße. Es schmeckte nicht perfekt, aber war erstaunlich O.K.
Also ab zu Globetrotter und Tütenessen kaufen. Burger in der Dose, Kaiserschmarrn in der Tüte, Ungarisches Gulasch - auch in der Tüte.
Ich sehe mich im Outdoor-Paradies skeptisch um, während meine Mutter von giftigen und ungesunden Stoffen in Fertigessen faselt. Die ganzen Tütenmahlzeiten fangen an, mich zu interessieren. Ich nehme eine Verpackung in die Hand und betrachte die Mengenangaben. Inhalt 200 Gramm, nach dem Kochen 600 Gramm. Wie verdreifachen sich 200 Gramm nur durch ein bisschen Wasser? Ah, die Inhaltsangabe! Mal sehen, was da so drin ist. Lauter Buchstaben und Zahlen. Sowas wie AE1093, AE 173485. Viele A´s und E´s. Klingt so ähnlich wie das, was meine Mutter die ganze Zeit aufzählt.
Ich komme zu einer Dosenpyramide. Cheeseburger in der Dose. Ich denke an einen Cheeseburger und blicke auf das Ding in meiner Hand. Der Maßstab stimmt überhaupt nicht. Die Dose ist einfach zu winzig. Ich würde sie gern mitnehmen, aber meine Mutter findet es zu teuer für so einen Ekeltest.
Wir nehmen sieben Tüten mit, schließlich müssen wir ja irgendwas essen, in den Highlands.
Heraus kommt: Unser Highlight war das Dessert - der Kaiserschmarrn in der Tüte.
